„Umgehende Personalisierung“ von Facebook startet heute

Heute geht ein neues „Feature“ von Facebook an den Start das „Umgehende Personalisierung“ genannt wird und selbstredend automatisch aktiviert ist. Damit erhalten sogenannte Partnerwebsites Zugriff auf eure Daten (und die Daten eurer Freunde). Zum Deaktivieren auf Konto->Privatsphäre- Einstellungen->Anwendungen und Webseiten->Umgehende Personalisierung gehen und den Haken entfernen. Bitte kopieren und weiterposten !!

HIER findet ihr eure Einstellungen zur Privatsphäre

Artikel zur „UP“ von Social Media Consulting:

Letzten Monat hat Facebook damit begonnen Partnerprogrammen Zugriff auf persönliche Daten von Usern zu ermöglichen. Im englischen als „Instant Personalization“ bezeichnet heißt die Funktion bei deutschen Facebookusern etwas ungelenk „Umgehende Personalisierung“. Im Moment bezeichnet Facebook den Status der „sozialen Plugins“ noch als Pilotphase. In der Tat nehmen derzeit nur drei Partnerseiten an der Pilotphase teil: yelp.comDocs.com und pandora.com.

Gedacht ist, dass der User beim erstmaligen Besuch dieser Partnerseiten oben im Browser eine Facebook-Benachrichtigung in Form eines blauen Balkens angezeigt bekommt, in dem er der „Personalisierung“ zustimmen oder diese ablehnen kann. Für User aus Deutschland scheint das im Moment aber auf den Partnerseiten der Pilotphase noch nicht zu funktionieren.

Grundsätzlich kann die „umgehende Personalisierung“ bei Seitenaufruf der Partnerseiten für diese einzeln erlaubt oder abgelehnt werden. Facebook hat hier das schöne Wort „Nutzererlebnis“ kreiert, welches es mit Partnerseiten teilen möchte. Inwieweit der Tausch des Nutzererlebnisses mit den persönlichen Datenschutzempfindungen harmonieren, kann wohl nur jeder für sich selbst entscheiden.

Wer sich grundsätzlich aus diesem Partnerseiten-Nutzererlebnis-Tauschprogramm ausklinken möchte, der kann dies auf Facebook unter seinen Konto-Einstellungen tun:

-> Konto
–> Privatspähre Einstellungen
—> Anwendungen und Webseiten (Einstellungen bearbeiten)
—-> Umgehende Personalisierung ( Einstellungen bearbeiten)
Dort ganz unten den Haken aus dem Optionskästchen „Umgehende Personalisierung auf Partnerseiten
zulassen.“ entfernen.

Quelle: Social Media Consulting

Investoren reißen sich um Facebook-Anteile

Facebook löst einen Hype an der Wall Street aus: Die US-Bank Goldman Sachs, die ihren Kunden derzeit den Einstieg bei dem Web-Konzern ermöglicht, hat laut einem Pressebericht Angebote über mehrere Milliarden Dollar erhalten – allerdings erregt der Deal das Misstrauen der Börsenaufsicht.

New York – Anteile an der Internetplattform Facebook sind zurzeit sehr begehrt: Der US-Investmentbank Goldman Sachs, die Anlegern den Einstieg ermöglicht, liegen Offerten über mehrere Milliarden Dollar vor, berichtete das „Wall Street Journal“. Die Zeitung beruft sich auf Personen, die mit der Sache vertraut seien. Die Nachfrage sei so groß, dass das Angebot schon an diesem Donnerstag beendet werde.

Die Bank hatte Facebook eine Investition von 450 Millionen US-Dollar zugesagt und bekommt dafür dem Vernehmen nach einen Aktienanteil von 0,8 Prozent. Über einen bis zu 1,5 Milliarden Dollar schweren Fonds sollen zudem die Kunden vonGoldman Sachs Chart zeigen beim weltgrößten sozialen Netzwerk ihr Geld anlegen können.

Die Investoren hätten Goldman bestürmt, seitdem das Geschäft vergangenes Wochenende bekannt geworden sei, schrieb die gewöhnlich gut unterrichtete Zeitung. Meist habe es sich dabei um wohlhabende Privatkunden gehandelt, hieß es. Auch institutionelle Investoren wie Hedgefonds oder die Partner der Bank können demnach zugreifen.

Die Anleger müssen Berichten zufolge mindestens zwei Millionen Dollar in das Internetunternehmen stecken; zudem müssen sie sich dazu bereiterklären, ihre Anteile nicht vor dem Jahr 2013 wieder zu verkaufen.

Lukrativer Deal für Facebook-Gründer Zuckerberg

Dieses gigantische Aktiengeschäft außerhalb der Börse soll bereits die Aufmerksamkeit der US-Finanzaufsicht SEC auf sich gezogen haben. Die SEC prüft demnach, ob die Regeln für Geschäfte außerhalb des Parketts verschärft werden müssen. Laut „Wall Street Journal“ könnte unter anderem Facebook künftig gezwungen sein, die wichtigsten Finanzdaten zu veröffentlichen.

Kritisch analysiert die Börsenaufsicht demnach die Art des Einstiegs von Goldman Sachs bei Facebook. Sie prüft laut Bericht einen Verstoß gegen die sogenannte 500-Aktionäre-Regel. Diese sieht vor, dass Aktiengesellschaften auch dann ihre wichtigsten Finanzdaten veröffentlichten müssen, wenn sie zwar nicht an der Börse notiert sind, aber mehr als 500 Anteilseigner haben. Sinn der Vorschrift ist, die Investoren zu schützen, wenn ein Unternehmen einen zu geringen Einblick in seine Finanzstärke ermöglicht.

Die SEC geht der Zeitung zufolge der Frage nach, ob Goldman Sachs als nur ein Aktionär zu werten ist – oder ob jeder Investor, der sich über die Bank an Facebook beteiligt, als Anteilseigner zählt. Auf diesem Weg könnte die Zahl von 500 Aktionären schnell erreicht sein und Facebook gezwungen werden, Einblick in seine Zahlen zu geben. Bislang liegt laut „Wall Street Journal“ noch kein endgültiges Ergebnis vor. Die bisherigen Prüfungen hätten aber keinen Verdacht auf Verstöße gegen die aktuellen Regeln erregt.

Für den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat der Deal mit Goldman Sachs bislang vor allem positive Effekte. Mit dem Investment wird das Unternehmen von Mark Zuckerberg nun mit 50 Milliarden Dollar bewertet. Zuckerberg, den das Magazin „Time“ zur Person des Jahres 2010 gekürt hat, könnte sein Vermögen damit verdoppelt haben. Als Facebook noch mit 23 Milliarden Dollar bewertet wurde, schätzte die Zeitschrift „Fortune“ seinen Reichtum auf 6,9 Milliarden Dollar. Umgerechnet auf die neue Bewertung wären es nun 15 Milliarden Dollar. Zuckerberg würde damit in einer Geld-Liga mit den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin spielen.

Mit einer Bewertung von 50 Milliarden Dollar ist Facebook mehr wert als die Konzerne Ebay Chart zeigen, Yahoo Chart zeigen und Time Warner Chart zeigen. Facebook ist eine der am schnellsten wachsenden Internetfirmen überhaupt mit mittlerweile mehr als 550 Millionen Mitgliedern. Das macht das Online-Netzwerk für die Werbeindustrie interessant.

kgp/dpa/AFP

Quelle: Focus Online

Selbstmordankündigung bei Facebook

1048 Facebook-Freunde hatte eine 42-jährige Frau aus England, doch keiner von ihnen griff rechtzeitig ein, als sie ihren Selbstmord ankündigte. Im Gegenteil: Einige reagierten mit hämischen Kommentaren. Das berichten mehrere britische Zeitungen. Jetzt meldet sich die Mutter der Toten zu Wort.

Es war an Weihnachten, als Simone B., 42, folgendes tippte: Habe alle Pillen genommen, werde bald tot sein, bye bye everyone.

Dann drückte sie die Enter-Taste, und die Wörter erschienen in ihrer Status-Zeile bei Facebook; waren zu sehen für jeden ihrer 1048 Facebook-Friends, der an diesem Tag online ging. So berichten es am Mittwoch übereinstimmend die britischen Zeitungen „Daily Telegraph“ und „Daily Mail“.

Doch keiner der Online-Kontakte von Simone B. sei ihr zu Hilfe geeilt, wie die Zeitungen schreiben. Im Gegenteil: Einige verfassten demnach hämische Kommentare. Einer soll sie eine Lügnerin genannt haben, ein anderer soll geschrieben haben: „Ist ihre Entscheidung“.

Den Berichten zufolge war es schließlich die Mutter der Toten, die am nächsten Tag die Polizei alarmierte. Jemand hatte ihr demnach eine SMS geschrieben und von der Selbstmord-Ankündigung ihrer Tochter berichtet. Als die Polizei die Wohnung von Simone B. aufbrach, war diese bereits tot.

Niemand aus der unmittelbaren Umgebung reagierte

Die Zeitungen zitieren die Mutter mit den Worten, es sei empörend, dass niemand ihrer Tochter vorher geholfen habe. Niemand habe sie alarmiert, 17 Stunden lang, bis schließlich die SMS angekommen sei.

Allerdings hatten offenbar einige Facebook-Freunde, die weiter entfernt wohnten, versucht, die Telefonnummer und Adresse von Simone B. herauszufinden, um ihr zu helfen. Doch niemand aus ihrer unmittelbaren Umgebung im südenglischen Brighton, der online mit ihr befreundet war, habe reagiert.

Nachdem Simone B. gepostet hatte, dass sie nach der Pilleneinnahme bald sterben werde, schrieb einer ihrer Facebook-Freunde den Berichten zufolge, sie nehme dauernd zu viele Pillen. Jemand anderes antwortete, er hoffe, ihre Ankündigung sei eine Lüge, sonst „werdet ihr Euch schuldig fühlen“.

„Alle haben einfach weiterdiskutiert“

Von immerhin einem Kommentator wird berichtet, der sich um Simone B. sorgt. Der Schreiber fragt demnach, ob jemand persönlich nach ihr gesehen oder den Notruf alarmiert habe. Empört fragt der Facebook-Nutzer, ob das Online-Gelaber wirklich wichtiger sei als Simone selbst.

Die Zeitungen zitieren außerdem eine Freundin der Toten: „Alle haben bei Facebook einfach weiter diskutiert, als ob das Ganze nicht passieren würde.“ Manche der Facebook-Freunde hätten nur wenige Meter entfernt gewohnt von Simone B. „Wenn nur einer seinen Computer verlassen hätte und zu ihr hinübergegangen wäre, hätte man sie retten können.“

Selbstmord-Ankündigungen bei Facebook sind kein neues Phänomen. So ermittelte etwa die Polizei in Honkkong im Herbst 2009 gegen den Urhebervon zwei Facebook-Gruppen, in denen sich Nutzer offenbar gegenseitig in ihren Suizid-Absichten bestärkten.

Auf der Facebook-Seite von Simone B. postete die Mutter dem „Telegraph“ zufolge noch folgenden Eintrag: „Meine Tochter Simone ist heute von uns gegangen, bitte lasst sie jetzt in Ruhe.“

otr

Quelle: Focus Online