Pflichtenheft für Filesharing-Richter

Das Landgericht Köln ist bei Abmahnanwälten sehr beliebt. Die dort tätigen Richter hatten in der Vergangenheit kein Problem, so gut wie jeden Antrag in Sachen Filesharing durchzuwinken. Vieltausendfach verdonnerte das Landgericht Köln Provider (meist den Platzhirsch Telekom) dazu, die Namen von Anschlussinhabern rauszugeben, die über ihren Internetanschluss geschützte Filme oder Musik getauscht haben sollen. Das alles geschah erkennbar per Textbaustein. Juristische Bedenken wurden stets mit den gleichen Floskeln abgebügelt. Doch so langsam tut sich was in den Massen-Auskunftsverfahren, die Grundlage für alle Filesharing-Abmahnungen sind. Die nächste Instanz, das Oberlandesgericht Köln, bremst bereits zum wiederholten Mal den “Arbeits”eifer des Landgerichts Köln.

Erst vor kurzem hatte das Oberlandesgericht Köln ein Ablaufdatum für Musik und Filme festgelegt. Bei Stücken, die älter als sechs Monate sind, betrachten die Richter die “Abverkaufsphase” regelmäßig als beendet. Bei Material jenseits des Ablaufdatums könne nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass ein Filesharer “gewerbsmäßig” handelt. Ohne gewerbsmäßiges Handeln dürfen die Anschlussdaten aber gar nicht herausgegeben werden; es soll nämlich, so die ursprünglich hehre und von den Gerichten beharrlich ignorierte Wunschvorstellung des Gesetzgebers, nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen werden.

Nun meldet sich das Oberlandesgericht Köln erneut zu Wort. Diesmal geht es um schlampig aufbereitete, in sich widersprüchliche Anträge, die das Landgericht dennoch abgesegnet hat. Konkret geht es darum, dass die Abmahnanwälte dieselbe IP-Adresse mehrfach für unterschiedliche Tage aufführten. Das verwunderte den Abgemahnten, denn nach seiner Kenntnis praktiziert sein Provider das System der “Zwangstrennung”. Dabei wird der Anschluss mindestens alle 24 Stunden vom Netz getrennt und bei neuer Einwahl eine andere IP-Adresse vergeben.

Das Oberlandesgericht Köln teilt die Bedenken:

Einem Anschlussinhaber wird also jedenfalls nach spätestens 24 Stunden … eine neue IP-Adresse zugewiesen. Dass es sich dabei um dieselbe IP-Adresse handelt, die dem Anschlussinhaber bereits zuvor zugewiesen war, ist angesichts der zufälligen Vergabe von IP-Adressen und der Anzahl zur Verfügung stehender IP-Adressen höchst unwahrscheinlich. … Es ist daher von erheblich höherer Wahrscheinlichkeit, aber jedenfalls zumindest nicht auszuschließen, dass die mehrfache Nennung gleicher IP-Adressen auf einem Fehler bei der Ermittlung, Erfassung oder Übertragung der IP-Adressen beruht.

Die Abmahner haben es sich im entschiedenen Fall allerding auch zu leicht gemacht. Sie reagierten nämlich nicht auf einen Hinweis des Gerichts, dass ihre Angaben lückenhaft sind. Künftig wird man das sicher ernster nehmen und gegebenenfalls nachbessern. Das Signal des Oberlandesgerichts ist aber auch über den konkreten Fall eindeutig: Schlampige, in sich nicht nachvollziehbare Anträge dürfen nicht einfach abgenickt werden.

Deutliche Skepsis äußert das Oberlandesgericht Köln auch in der Frage, ob die Technik der Überwachungsfirmen wirklich so perfekt ist wie immer behauptet. Die eidesstattliche Versicherung eines Verantwortlichen nehmen die Richter gar nicht ernst:

Die ursprünglich vorgelegte eidesstattliche Versicherung des Geschäftsführers … ist hierzu unergiebig. Sie enthält lediglich die pauschale Behauptung, die Software arbeite “sehr zuverlässig”.

Auch ein nachgeschobenes Gutachten überzeugt das Gericht nicht:

Aus dem Sachverständigengutachten ergibt sich zwar, dass die Software grundsätzlich geeignet ist, Rechtsverletzungen zu ermitteln. Ob dabei Falschermittlungen ausgeschlossen sind, ergibt sich aus dem Gutachten jedoch nicht. Das Gutachten beruht auf rein empirischen Ermittlungen, in welchem Umfang die Software überprüft worden ist, ergibt sich aus dem Gutachten aber nicht. Untersuchungen zur Funktionalität der Software sind in dem Gutachten nicht dokumentiert.

Im Ergebnis ist der Beschluss der höheren Instanz ein Pflichtenheft für das Landgericht Köln. Dort wird man künftig genauer hinschauen müssen, ob die eingereichten Anträge wirklich die Auskunft über den Anschlussinhaber rechtfertigen. Die Abmahnanwälte werden einen viel höheren Begründungsaufwand treiben müssen. Zumindest dann, wenn sie nicht riskieren wollen, dass ihnen die nächsthöhere Instanz immer wieder rechtswidriges Vorgehen attestiert.

Quelle: Lawblog.de

2011-02-18 | by Andi

Ich muss glaube ich niemandem hier erklären, dass unser gut gegelter Verteidigungsminister ein größeres Fettnäpfchen gefunden hat. Jetzt meinen viele, wir Piraten müssten ihn doch dafür jetzt bejubeln. Das ist allerdings hausgemachter Unsinn. Aus diesem Grund möchte ich hier ein paar Worte darüber verlieren, warum Guttenberg kein Pirat ist.

Der feine Möchtegern-Baron hat also in seiner Dissertation dicke abgeschrieben (abschreiben lassen?). Das ganze hat tatsächlich eine urheberrechtliche Komponente. Zeitungsartikel und Lehrbücher sind urheberrechtlich geschützte Werke, da gibt es derzeit nichts dran zu rütteln. Ohne Zitation hat sich Guttenberg einer Urheberrechtsverletzung schuldig gemacht. Da wir Piraten das Urheberrecht ja eh blöd finden, sollten wir Guttenbergs Aktion dann nicht gut finden?

Die Antwort lautet hier: Nein! Auch wenn es uns aus manchen ignoranten Kreisen immer noch vorgeworfen wird, wir wollen das Urheberrecht nicht über Board werfen, wir wollen es reformieren. Sich öffentlich mit fremden Federn zu schmücken, ist sicher nicht im Sinne der Piraten (inwieweit es sanktionswürdig ist, sei dahingestellt). Es ist auch nicht vergleichbar mit unseren zentralen Forderungen, z.B. nach Freigabe der Privatkopie, was Filesharing mit einbezieht. Heruntergeladene Inhalte sind noch kein Plagiat. Ich zieh mir auch als Pirat kein Lied auf die Platte, press es auf eine CD und verkauf es als mein Werk weiter.

Viel gewichtiger ist allerdings, dass der Sachverhalt noch eine viel verwerflichere Komponente hat, nämlich den Verstoß gegen die akademischen Sitten. Das klingt für den ein oder anderen jetzt vielleicht seltsam, aber lasst es mich erklären. In einer Dissertation muss der Doktorand zeigen, dass er in der Lage ist, selbständig wissenschaftliche Forschung zu leisten.

Auf der einen Seite ist es die Natur der Forschung, dass sie zum größten Teil daraus besteht, die Arbeit anderer aufzuwälzen. Ohne diese Interaktion würde Wissenschaft deutlich schlechter funktionieren. Deswegen stellt das Urheberrecht tatsächlich häufig eine massive Forschungsbremse dar, etwa wenn man nicht an Werke andere Autoren heran kommt. Dennoch besteht die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Arbeiten anderer nicht im bloßen Abschreiben, sondern im Reproduzieren, Kritisieren, Reflektieren und Aufbauen. Aus diesem Grund darf man quasi alles benutzen, solange man kenntlich macht, woher man es hat. Deswegen ist korrektes Zitieren ein Kern der wissenschaftlichen Arbeit.

Auf der andern Seite, ist es der wissenschaftlichen Forschung nicht zuträglich, wenn bestehenden Inhalte einfach nur widergegeben werden (dafür gibts die Lehre), weswegen ein Forscher immer einen Mehrwert durch Eigenleistung liefern muss, auch wenn dieser noch so klein scheint. Auch das klappt nicht immer. Die Fülle an wissenschaftlichem Material kann kein Mensch überblicken. Häufig findet man erst spät in der Dissertation heraus, dass andere schon zu den selben Schlüssen gekommen sind, nicht selten weil man es erst dann versteht. Aber selbst dann kann man noch sagen, man hat den Sachverhalt noch nach bestem Wissen und Gewissen aus dem eigenen Blickwinkel aufgearbeitet.

Das was Guttenberg hier veranstaltet hat, geht – trotz seiner Beteuerung – weit über bestes Wissen und Gewissen hinaus. Er hat andere Inhalte als von ihm erarbeitete wissenschaftliche Ergebnisse ausgegeben und sich dafür auch noch die entsprechende akademische Würde verleihen lassen (lacht nicht, viele forschen wirklich für diese Anerkennung, nehme mich selbst da gar nicht aus). Das was Guttenberg hier getan hat, hat nichts mit Filesharing zu tun und auch nichts mit dem gewünschten akademischen »Remix«, es ist schlicht und ergreifend Betrug. Jetzt muss ich mir nur noch einig werden, was mich mehr bestürzt: Dass er seinen Titel mit einem solchen Plagiat erschlichen hat oder dass ich ihn eigentlich nicht für dummdreist genug halte, sich einen solchen Fauxpas selbst zu leisten.

Quelle: Andis Blog Autor: Andres Popp

Jedem sein Logo

Erkennungsfarbe Lila, Zwangsritual Sektdusche: Unsere Sportstars erwecken unser Mitleid. Warum aber verzichten Politiker und Personen des öffentlichen Lebens auf die Chancen, die in diesen Werbeflächen stecken? Hans Magnus Enzensberger plädiert für sichtbare Sponsoren.

19. Februar 2011

Nicht ohne Mitgefühl bewundern wir, kurz vor dem Wetterbericht in den Abendnachrichten, unsere Champions. Über und über mit farbigen Flicken bekleckert, strampeln sie wie Harlekine auf dem Bildschirm und preisen uns Erdgas, Schrauben und Milchschokolade an. Niemand wird ihnen ihre Einnahmen missgönnen, auch wenn das Wort Honorare dafür vielleicht allzu honorig wäre.

Nur – was haben ihre Leistungen auf der Piste oder dem grünen Rasen mit den Versicherungspolicen und den Bieren zu tun, mit denen sie sich brüsten? Das wird sich dem Publikum so leicht nicht erschließen. Dem Enthusiasmus ihrer Fans tut das trotzdem keinen Abbruch, ebenso wenig wie die rituelle Zwangstaufe mit den klebrigen Schaumweinen, die sich über ihre Trikots ergießen.

Die Frage ist nur, warum es immer nur diese Damen und Herren sind, die unter solchen Zumutungen zu leiden haben. Warum eigentlich kommen andere Spitzenkräfte ohne die aufgenähten Reklame-Insignien davon, mit denen unsere tüchtigsten Sportler übersät sind?

Bekümmerter Blick in die Kassen

Ich denke da vor allem an die erste Garnitur unserer blühenden Wirtschaft. Ihre Vertreter kommen mir vergleichsweise farblos vor. Nicht einmal das Bundesverdienstkreuz glänzt am Revers ihrer dunklen Maßanzüge. Dafür kann es nur eine Erklärung geben. Ihre Privatkonten müssen derart prall gefüllt sein, daß sie auf die Wohltaten der Werbeagenturen, die sie wie die Erdnüsse an der Bartheke betrachten, leichthin verzichten können.

Anders verhält sich das bei unserem politischen Personal, das bekanntlich weit schlechter bezahlt wird als jeder jugendliche Investmentbanker und jeder ergraute Star der sogenannten Volksmusik. Hier mangelt es an der ansonsten vielzitierten sozialen Gerechtigkeit. Es ist kein Wunder, dass die Schatzmeister der Parteien bekümmert in ihre Kassen blicken und nach Subventionen lechzen. Da wäre es doch ein ebenso naheliegender wie mutiger Schritt, das lästige Problem der Parteienfinanzierung ein für allemal zu lösen, indem man der politischen Klasse nahelegt, dem Beispiel der Skispringer und der Hammerwerferinnen zu folgen und ihre Kostümierung zu reformieren. Die Reklamebranche hätte gegen ein solches Verfahren gewiss nichts einzuwenden.

Durch Werbe-Etiketten profilieren

Über Nacht böte sich auf Pressekonferenzen, Sitzungen und Wahlkampfauftritten ein abwechslungsreiches, anheimelndes Bild. Die aus Funk, Bild und Fernsehen vertrauten Slogans, wie „Geiz ist geil“, „Nichts ist unmöglich“ und „Ich bin doch nicht blöd“ ließen an der Volksverbundenheit der Politiker keinen Zweifel aufkommen. Der Tristesse ihrer gedeckten Einheitskleidung wäre ein Ende bereitet, und jeder einzelne könnte sich durch die Wahl seiner Werbe-Etiketten beliebig profilieren. Die Einschaltquoten der täglichen Interviews würden steigen, und noch dazu würde jede offizielle Rede Germany’s führende Marken weltweit bekannt machen, was unserer Exportwirtschaft zweifellos zugutekäme.

Dem naheliegenden Einwand, ein solches Verfahren begünstige einseitig die zahlungskräftigen Konzerne, wäre leicht zu begegnen. Denn auch die Vertreter der Arbeitnehmerseite sollten die Chancen nutzen, die sich hier eröffnen. Die öden Bilder von den zäh sich hinschleppenden Tarifverhandlungen könnten eine karnevalistische Auflockerung gut vertragen. Die stattlichen Werbeeinnahmen, die den Gewerkschaftsfunktionären zuteil würden, könnten sinnvoll zur Senkung der Mitgliedsbeiträge verwendet werden und die Streikkassen füllen.

Um die Herkunft der Gelder zu klären, bedürfte es keiner internen Revision. Auch eventuelle Untersuchungsausschüsse wären überflüssig; denn jeder trüge seinen eigenen Sponsor auf der Brust. Damit wäre der Aufklärung Genüge getan. Es ist immer gut, wenn man weiß, wer zahlt. Damit läge offen zutage, was der deutsche Volksmund immer behauptet hat und was jede Sportschau lehrt: Ehrlich währt am längsten.

Text: F.A.Z.

Was ich diese Wochenende über die Bibel gelernt habe

Hmmm…..

die Bibel; das Wort Gottes! Geschrieben vom Mensch? Vom Himmel gefallen? Wörtlich zu verstehen?

Ich bin dieses Wochenende mit der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde St.Jakob Feucht zur KV-Rüstzeit auf dem Hesselberg. Als Dozent haben wir u.a. Dr. Klaus Neumann, der uns etwas über das Arbeiten mit der Bibel erzählen wird.

Nach 1 1/2 Tagen hab ich folgendes gelernt:

* Die Bibel ist nicht wörtlich zu nehmen, zumindest nicht immer

* Nur weil EIN Text in der Bibel so abgedruckt ist, wie er abgedruckt ist, ist es noch lange nicht EIN Text. Bestes Beispiel: Die Sinflutgeschichte aus 1.Mose

* Es gibt tatsächlich Menschen (Gelehrte) die sich darüber streiten warum die Tora mit dem Buchstaben Beth (B) und nicht mit Aleph (A) beginnt….

Naja, für mich selber musste ich feststellen, dass mir für die Kreativen Einheiten eindeutig die Kreativität fehlt, aber ich mit meinem neuen Wissen denke viele Sachen aus der Bibel eher besser zu verstehen als vorher…

Soweit mein Wochenende am Hesselberg.

Internet – Aufschrei in Kanada wegen neuen Gebühren

Die Internet-Provider in Kanada wollen erreichen, dass ihre Kunden ihre Internet-Nutzung nach dem übertragenen Datenvolumen bezahlen müssen.

Von Georg Wieselsberger |Datum: 03.02.2011; 16:40 Uhr

Der Aufschrei unter den kanadischen Internet-Nutzern ist entsprechend groß. Ginge es nach den großen Internet-Anbietern des Landes, würden künftig auch normale Anschlüsse ähnlich abgerechnet wie Mobiltelefone. Damit würden die Internet-Nutzer lautOpenmedia.ca wesentlich mehr für weniger Internet bezahlen müssen.

Kleinere Provider sollen von den großen Anbietern gezwungen werden, sich dem Preis-Schema anzuschließen, so dass den Kanadiern letztlich keine Wahl bliebe, die neuen Gebühren zu bezahlen. Diese sollen bei zwei kanadischen Dollar pro GByte liegen.

Wie HardOCP meldet, hätte dies kuriose Folgen. So wäre es dann beispielsweise billiger, eine 160 GByte große SSD zu kaufen, die Daten darauf zu kopieren, das Laufwerk per Kurier innerhalb von 24 Stunden innerhalb von Kanada zu verschicken und es anschließend wegzuwerfen, als 160 GByte herunterzuladen.

Quelle: GameStar.de

Piratenpartei will in den Landtag einziehen

MITTWOCH, 02. FEBRUAR 2011, 12:47 UHR
Denzlingen (dpa/lsw) – Die Piratenpartei tritt zur baden-württembergischen Landtagswahl am 27. März an. In jedem der 70 Wahlkreise des Landes sei sie mit einem Kandidaten sowie mit Ersatzbewerbern vertreten, teilte die Partei am Mittwoch in Denzlingen (Kreis Emmendingen) mit. Ziel sei, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen, und damit in den Landtag einzuziehen. Die Piratenpartei hat nach eigenen Angaben im Südwesten rund 1500 Mitglieder und erreichte in Baden-Württemberg bei der Bundestagswahl 2009 2,1 Prozent der Zweitstimmen. Ihre Hauptanliegen sind ein transparenter Staat, freie Bildung, mehr Bürgerrechte und stärkerer Datenschutz.

Quelle: Bild.de

50.299 Bücher mit gemeinfreien Kinderliedern

Der als gemeinnützig anerkannte Musikpiraten e.V. hat es sich zur
Aufgabe gemacht, allen 50.299 Kinderbetreuungseinrichtungen in
Deutschland ein Liederbuch mit gemeinfreien Kinderliedern zur Verfügung
zu stellen. So soll ein einfacher Zugang zu dem teilweise
jahrhundertealten Kulturgut gewährleisten werden. Hierfür werden sowohl
noch Helfer, die die Bücher verteilen, als auch Sponsoren gesucht.

Seit einigen Monaten geht wieder ein Gespenst in Deutschland um. Ein
Gespenst namens GEMA. Im Auftrag der VG Musikedition hatte der Verein
deutschlandweit Kindertagessstätten angeschrieben. In dem Schreiben
machte die GEMA darauf aufmerksam, dass das Anfertigen von Kopien von
Notenblättern einer Genehmigung der Rechteinhaber bedarf. Auch ein
Angebot war gleich parat: 56€ plus Mehrwertsteuer für 500 Kopien. Für
die Kinderbetreuungseinrichtungen stellt dabei weniger das Geld ein
Problem dar, als mehr der Verwaltungsaufwand, der notwendig wird. Jede
einzelne Kopie muss an die GEMA gemeldet werden, damit diese mit der VG
Musikedition korrekt abrechnen kann.

Dies ist allerdings nur notwendig, wenn die Kopien von Noten angefertigt
werden, die noch urheberrechtlich geschützt sind. In Deutschland
erlischt dieser Schutz 70 Jahre nach dem Tod der Urheber. „Damit sich
die Erzieher und Erzieherinnen nicht noch aufwändig um die Recherche
kümmern muss, ob nun ein Lied gemeinfrei ist oder nicht, werden wir ein
Liederbuch mit ausschließlich gemeinfreien Kinderliedern erstellen.“
erklärt Christian Hufgard, 1. Vorsitzender des Musikpiraten e.V. „Unser
Ziel ist, allen 50.299 Kinderbetreuungseinrichtungen in Deutschland
mindestens ein Liederbuch zukommen zu lassen – und zwar kostenlos.“

Um diese enorme Herausforderung zu bewältigen sucht der Verein nun
Unterstützer. Gesucht werden sowohl Sponsoren als auch Helfer, die die
Verteilung der Bücher vor Ort übernehmen und Musiker, die die
Kinderlieder neu setzen. Interessenten werden gebeten, sich bis zum
15.2. direkt bei dem 1. Vorsitzenden Christian Hufgard unter
christian.hufgard@musikpiraten-ev.de zu melden. Der Druck der
Liederbücher wird dann Anfang März erfolgen.

Offene Fragen beantwortet Ihnen gerne Christian Hufgard unter
christian.hufgard@musikpiraten-ev.de bzw. 01578-7906458

Weitere Details zum genauen Ablauf des Projekts sind auf
http://musik.klarmachen-zum-aendern.de/kinderlieder veröffentlicht.

Pressekontakt:
Piratenpartei Deutschland
Landespressestelle Bayern
Aleks A.-Lessmann | Pressesprecher
Mail: presse@piratenpartei-bayern.de
Tel: (089) 38 164 693-1
Postfach 44 05 34
80754 München

Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) beschäftigt sich mit den
entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts. Das Recht auf Privatsphäre,
eine transparente Verwaltung, eine Modernisierung des Urheberrechtes,
freie Kultur, freies Wissen und freie Kommunikation sind die
grundlegenden Ziele der PIRATEN. Außerdem engagiert sich die Partei
gegen einen Überwachungsstaat und gegen die zunehmende Missachtung des
Grundgesetzes, sowie einer gerechten Teilhabe aller an der Gesellschaft
und ihren Wohlstand.

Bei der Bundestagswahl im September 2009 erreichte die Piratenpartei
aus dem Stand 2,0 Prozent bzw. 845.904 Stimmen. Im Vergleich zur
Europawahl im Juni 2009 (0,9 Prozent, 229.464 Stimmen) konnten die
Piraten die Zahl ihrer Stimmen sogar fast vervierfachen. Die
Piratenpartei hat mittlerweile über 12.000 Mitglieder. Alleine im
Landesverband Bayern deutlich über 2.500.

Abschalten unmöglich – Piratenpartei hilft Ägypten, Online zu gehen AUFRUF zur Hilfe für Ägypten

Wie alle totalitären Staaten versucht das Regime Mubaraks, den
Informationsfluss zu kontrollieren und zu blockieren. Derzeit sind
Mobilfunkverbindungen und vor allem Internet-Verbindungen ins Ausland
blockiert.

Verschiedene Landesverbände der Piratenpartei Deutschlands, unter ihnen
Bayern und Niedersachsen, unterstützen die Aktion der Gruppe Telecomix
[http://www.telecomix.org] und helfen mit Rat, Tat und Geld, damit
Ägyptens Bürger wie in „alten Zeiten“ über das Telefon ins Internet
gehen können: Über Modem-Einwahlknoten in Europa stellen die Aktivisten
von Telecomix den Informationsaustausch für Ägypten sicher.

„Einfach das Internet abschalten – das geht schon lange nicht mehr.
Digitale Informationen kann man auch anders austauschen, als über die
großen Anbieter. Amateurfunk und klassische Modemverbindungen sind
momentan zwei gute Alternativen“, sagt Stefan Körner,
Vorstandsvorsitzender des Landesverbands Bayern.

Und der niedersächsische Vorsitzende Jens-Wolfhard Schicke geht mit
gutem Beispiel voran: „Um den Menschen in Ägypten dabei zu helfen, ihre
Sicht der Dinge in die Welt hinaus zu tragen, habe ich mir vorhin ein
altes Modem organisiert. Das nimmt jetzt Datenverbindungen an und leitet
sie dann über einen Knoten in Amerika weiter ins Internet. Wenn Anrufe
das Land verlassen können, dann gilt das erst recht für digitale Daten –
wenn auf der anderen Seite jemand den Empfang ermöglicht.“

Journalisten bitten wir um die Verbreitung dieser Nachricht und vor
allem um die Verbreitung der Telefonnummern, unter denen die Bürger
Ägyptens sich einwählen können:

Auf einer Seite von Telecomix
<http://pad.telecomix.org/ep/pad/view/ro.g2xz3UiIdt95/latest> stehen
immer die aktuell funktionierenden und verifizierten Einwahlnummern.
Wir bitten darum, zu respektieren, dass diese Leitungen für Ägypter
gedacht sind und frei bleiben.

Jeden, der noch ein Modem sein eigen nennt, rufen wir auf, das Modem,
seine Leitung und etwas Bandbreite zur Verfügung zu stellen und die
eigenen Daten an Telecomix zu übermitteln – dazu einfach diesem Link
folgen:
http://chat.werebuild.eu/?nick=dialup..&channels=dialup&uio=d4

Alle anderen, die helfen möchten, bitten wir, an folgendes Konto zu spenden:

PENG – Gesellschaft zur Förderung von Design, Kunst und Kommunikation e.V.
Kontonummer: 678430018
Mainzer Volksbank
BLZ 551 900 00

Die Einwahlnummern werden so lange bestehen, wie in Nordafrika und
anderswo die Leitungen gekappt sind und die Finanzierung reicht – im
Dienste der Pressefreiheit, der Informationsfreiheit, der Freiheit der
Kommunikation.

Pressekontakt:
Piratenpartei Deutschland
Landespressestelle Bayern
Aleks A.-Lessmann | Pressesprecher
Mail: presse@piratenpartei-bayern.de
Tel: (089) 38 164 693-1
Postfach 44 05 34
80754 München

Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) beschäftigt sich mit den
entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts. Das Recht auf Privatsphäre,
eine transparente Verwaltung, eine Modernisierung des Urheberrechtes,
freie Kultur, freies Wissen und freie Kommunikation sind die
grundlegenden Ziele der PIRATEN. Außerdem engagiert sich die Partei
gegen einen Überwachungsstaat und gegen die zunehmende Missachtung des
Grundgesetzes, sowie einer gerechten Teilhabe aller an der Gesellschaft
und ihren Wohlstand.

Bei der Bundestagswahl im September 2009 erreichte die Piratenpartei
aus dem Stand 2,0 Prozent bzw. 845.904 Stimmen. Im Vergleich zur
Europawahl im Juni 2009 (0,9 Prozent, 229.464 Stimmen) konnten die
Piraten die Zahl ihrer Stimmen sogar fast vervierfachen. Die
Piratenpartei hat mittlerweile über 12.000 Mitglieder. Alleine im
Landesverband Bayern deutlich über 2.500.